Zur barrierefreien Version wechseln
Aufklärungspflicht vor Zahnentfernung (BGH)

 

Nach einer Entscheidung des BGH muss ein Zahnarzt den Patienten über Risiken der operativen Entfernung eines Weisheitszahnes und über mögliche Alternativen des zahnärztlichen Vorgehens aufklären.

Geklagt hatte ein Patient, der wegen außerordentlich heftiger Zahnschmerzen die Praxis des beklagten Zahnarztes aufsuchte. Dieser führte nach Anfertigung und Auswertung einer Röntgenaufnahme die Schmerzen auf eine Fehlstellung des Weisheitzahnes im linken Unterkiefer zurück. Und riet zur Zahnentfernung. Die Zahnentfernung erwies sich als weit schwieriger als erwartet und erforderte einen mehrstündigen operativen Eingriff. In der Folge kam es zu einer schmerzhaften Nervenschädigung und zu einer Osteomyelitis, die auch durch mehrere Nachoperationen nicht völlig beherscht werden konnte. Der Patient machte für seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen Behandlungsfehler des Zahnarztes verantwortlich, der ihn über Umfang und Risiken des Eingriffes nicht hinreichend aufgeklärt habe.

BGH, Urteil vom 09.11.1993, Az. VI ZR 248/92

_________________________________________________________________________________________________
Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 18.05.2007, letzten Änderung: 18.05.2007, letzte Überprüfung: 18.05.2007. 


 Impressum

Sitemap

Realisation: wsp-design.de




Zertifiziert durch MEDIsuch
 

Zertifiziert durch MEDIsuch

 Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
 

Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.