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Die Invisalign-Technik
Die Fortschritte in der Kieferorthopädie ermöglichen jetzt nahezu unsichtbare Methoden einer Zahnkorrektur. Eines dieser Verfahren, 'Invisalign' genannt, wurde von der kalifornischen Firma Align Technology entwickelt.

Vor allem Erwachsene verbinden mit dem Begriff "Zahnspange" eine lästige, unattraktive oder sogar peinliche Angelegenheit. Die Folge: sie nehmen lieber Zahn-Fehlstellungen in Kauf, statt diese mit auffälligen Zahnspangen korrigieren zu lassen. In vielen Fällen muss das heute nicht mehr sein. Die Fortschritte in der Kieferorthopädie ermöglichen jetzt nahezu "unsichtbare" Methoden einer Zahnkorrektur. Eines dieser Verfahren, Invisalign genannt, wurde von der kalifornischen Firma Align Technology in Santa Clara entwickelt. Invisalign wird seit 2001 auch auf dem deutschen Markt angeboten und von zertifizierten Kieferorthopäden angewandt.
Invisalign verwendet eine Serie von transparenten, herausnehmbaren Schienen, sogenannte "Aligner", die Zahnfehlstellungen ohne Metall und Drähte korrigieren können.


Vorteile dieses neuen Verfahrens

1) Die zu korrigierenden Zähne werden mit wenig Druck bewegt. Die Blutversorgung der Zahnwurzel wird damit während der Behandlung nicht beeinträchtigt. Eine Verkürzung der Zahnwurzel wird so vermieden, die ansonsten mittelfristig zu einem instabilen Zahn führen könnte.

2) Invisalign ist nahezu unsichtbar. Zähne können so korrigiert werden, dass es anderen Menschen kaum auffällt.

3) Invisalign ist herausnehmbar. Deshalb kann der Patient während der Behandlung essen und trinken was er will. Die Mundhygiene wird nicht erschwert, da die Zähne wie gewohnt gereinigt werden können.

5) Interessenten, die ihre Zähne mit Invisalign korrigieren lassen wollen, können bereits im Voraus sehen, wie ihre korrigierten Zähne nach der Behandlung aussehen werden. Dafür sorgt ein persönlicher "virtueller Behandlungsplan" und die computergestützte Methode dieses Verfahrens.


Folgende Analysen und vorbereitende Aufgaben für eine erfolgreiche Invisalign-Behandlung sind notwendig

1) Der Patient wird vom Zahnarzt an einen für Invisalign geschulten Kieferorthopäden geschickt.

2) Es folgen ein Beratungsgespräch und eine klinische Untersuchung. Erst dann kann der Behandler feststellen, ob eine Invisalign Therapie im vorliegenden Fall angewendet werden kann. Soll bei prinzipieller Behandlungsmöglichkeit eine Behandlung durchgeführt werden, beginnen die eigentlichen Vorbereitungsarbeiten: Röntgenbilder, Abformung der Kiefer für die Herstellung von Gipsmodellen, Fotos. Jetzt kann der Behandler den Behandlungsplan und die Kosten (Heil- und Kostenplan) erstellen. Auf dieser Basis trifft dann der Patient die endgültige Entscheidung.

3) Bevor die Kieferabformungen für die eigentliche Behandlung vorgenommen werden, müssen zuvor noch eventuell notwendige zahnärztliche Maßnahmen abgeschlossen werden, also zum Beispiel eine Kariesbehandlung oder eine Parodontitis-Behandlung.

4) Erst jetzt wird ein so genannter "A-Silikon-Abdruck" erstellt. Zusammen mit dieser Abformung erfolgt eine A-Silikonbissnahme und die Herstellung einer Fotoserie. Dieses wird dann zur weiteren Bearbeitung in die Align-Technology-Zentrale in Santa Clara geschickt. Parallel wird der "virtuelle Behandlungsplan" mit Bildern digital und online nach Kalifornien übermittelt.

5) Zirka 14 Tage später erhält der Behandler in Deutschland den so genannten "Clincheck". Dies ist eine Software, die anhand des in den USA dreidimensional eingescannten Kiefer-/Zahnmodells den Behandlungsverlauf nach den Vorgaben des Behandlers aus Deutschland simuliert.

6) Eventuelle Korrekturen dieses Clincheck liegen nach weiteren zirka 14 Tagen vor. Erst jetzt können die "Aligner", das sind die transparenten, herausnehmbaren Schienen aus Kunststoff (Polyurethan) bestellt werden. Die Aligner sind zwischen 0,6 und 0,7 Millimeter dick. Benötigt werden, je nach Aufwand der Behandlung, zwischen 6 und 50 Stück. Vom Zeitpunkt der Erstellung der A-Silikon-Abdrücke bis zum Einsetzen der Aligner muss im Durchschnitt mit 6 bis 8 Wochen gerechnet werden.


Generell gilt für dieses computergestützte Verfahren

Für eine Behandlung mit invisalign müssen alle Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt und das so genannte "skelettale Wachstum" abgeschlossen sein. Dies ist in der Regel bei Patienten, die das fünfzehnte Lebensjahr vollendet haben, der Fall. In Ausnahmefällen können auch jüngere Patienten behandelt werden.
Es sind noch gesunde Zähne vorhanden, insbesondere die Frontzähne. Und der Patient leidet an keiner akuten Parodontitis (im Volksmund auch "Paradontose" genannt).


Mittlerweile können sehr viele Zahnfehlstellungen mit der Invisalign –Technik behandelt werden. Allerdings kann es sein, dass bei einigen schwierigen Fällen die Invisalign-Technik mit anderen, zum Beispiel festsitzenden Behandlungstechniken (Brackets) kombiniert werden muss. Für eine Behandlung bei Kindern gilt: es müssen alle bleibenden Zähne mit Ausnahme der Weisheitszähne vollständig "durchgebrochen" sein, d.h. in der Mundhöhle stehen.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 30.10.2005, letzten Änderung: 30.10.2005, letzte Überprüfung: 30.10.2005. 



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