
Inzwischen gibt es die Möglichkeit solche Verankerungsverluste zu vermeiden. Dafür wird eine kleine Schraube in den Knochen eingebracht. Die so genannte Minischraube ist ca. 1,2-2mm breit, 8-10mm lang [25] und wird in lokaler Betäubung eingesetzt. Je nach Art der Bewegung gibt es verschiedene Orte im Kiefer, an denen die Schraube sicher eingebracht werden kann: zwischen den Wurzeln der Zähne, hinter den letzten Backenzähnen im Ober- und Unterkiefer oder am Gaumen. Je nach Therapieansatz werden an der Schraube Drahtbögen, Gummis oder gesamte Apparaturen befestigt. Nach Beendigung der Behandlung wird die Schraube wieder heraus gedreht – dies kann in den meisten Fällen sogar ganz ohne Betäubung geschehen. Die Behandlungsunterstützung mittels einer solchen Minischraube ist keine Kassenleistung und erfordert daher private Zuzahlungen.
![]() |
| |
| Minischraube |
Zustand nach 3 Monaten. Der Eckzahn wurde durch die an der Mini- |
Indikationen:
- Unzureichende Verankerungsmöglichkeit an den vorhandenen Zähnen
- Ablehnung von extraoralen Verankerungshilfen
- Vermeidung von Nebenwirkungen regulärer intraoraler Verankerungshilfen
- Verkürzung der Tragedauer der Apparatur
_________________________________________________________________________________________________
Dieser Beitrag wurde von den im Impressum
unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 20.03.2011, letzten Änderung: 20.03.2011, letzte Überprüfung: 20.03.2011.
Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation.