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Spangen zur Bissverschiebung

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Vorverlagerung des Unterkiefers zu erreichen. In der Regel wird der Behandler zunächst versuchen, mittels funktionskieferorthopädischer Geräte oder Gummizügen innerhalb der Multibandtherapie einen Unterkiefervorschub zu bewirken. Allerdings haben diese konservativen Ansätze ihre Grenzen – auch weil sie stark von der Mitarbeit der Patienten abhängen. In schwierigen Fällen muss der Kieferorthopäde auf weitere Hilfsmittel zurückgreifen können. Beispiele sind die Herbst-Apparatur, die Sabbagh Universal Spring (SUS), die Forsus-Apparatur und der Jasper-Jumper; auch hier ist eine extrem große Vielfalt von Apparaturen verfügbar, wobei Ihr Kieferorthopäde Ihnen sagen wird, welches System für Ihr Kind am geeignetsten ist.

Herbst-Apparatur    Herbst-Apparatur 
 Herbst-Apparatur    
     
Sabbagh Universal Spring (SUS)    Sabbagh Universal Spring (SUS) 
Sabbagh Universal Spring (SUS)    

Dies alles sind Geräte, welche an die feste Spange montiert werden können bzw. fest im Mund sitzen, d.h. der Patient kann die Apparatur nicht selbständig entfernen. Pro Seite wird ein Teleskop, bestehend aus einem Führungsröhrchen und einer Gleitstange, eingegliedert. Diese werden im Oberkiefer an den ersten großen Backenzähnen und im Unterkiefer hinter den Eckzähnen angebracht. Sie halten den Unterkiefer in einer ständigen, 24stündigen Vorschublage. Die Behandlungsdauer ist relativ kurz [9, 10]. Die neue Verzahnung entsteht sowohl durch knöchernes Längenwachstum des Unterkiefers [10] als auch durch Zahnbewegungen. Die ersten großen Backenzähne im Oberkiefer werden nach hinten bewegt und die unteren Schneidezähne kippen etwas nach vorne [11].

Vorteile:
- Unabhängig von der Mitarbeit des Patienten
- Ununterbrochene Wirksamkeit (24h/Tag)
- Therapiemöglichkeit für Patienten bei nur noch geringem Restwachstum bzw. beim jungen Erwachsenen (in Grenzfällen ggf. als Alternative zur operativen Korrektur)
- Kurze Behandlungsdauer (6 - 8 Monate)
- Mundatmung weiterhin möglich

Nachteile:
- Möglicherweise Kauschwierigkeiten in der ersten Woche
- Evtl. Schleimhautirritationen auf den Wangeninnenseiten

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 20.03.2011, letzten Änderung: 20.03.2011, letzte Überprüfung: 20.03.2011. 


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