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Der Parodontalstatus
Bei Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung erstellt der Zahnarzt vor Behandlungsbeginn einen Parodontalstatus. 

 

Bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen ist nach der Vorbehandlung (Initialtherapie), aber vor dem Beginn einer systematischen Parodontalbehandlung ein Parodontalstatus (PAR-Status) zu erstellen und vor Behandlungsbeginn der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorzulegen.

Der PAR-Status erlaubt nach einem "Check-up"-Verfahren eine schnelle Befunderhebung und bietet einen Überblick über das Krankheitsbild. Der Status umfasst zwei Seiten (PAR-Status als pdf-Datei). Auf der Vorderseite werden neben den notwendigen Angaben zur Person des Patienten die Ergebnisse der allgemeinen und speziellen Krankengeschichte vermerkt. Auf der Rückseite des Formulars werden in einem Zahnschema alle Angaben zum Zahnbefund, zum Funktionsbefund und zur Therapieplanung und Abrechnung erfasst.


Benötigte Befunde

Für den PAR-Status wird zwischen Befunden, die unbedingt nötig sind und solchen, die nicht unbedingt erhoben werden müssen, unterschieden. Die vorgeschriebenen Eintragungen (obligate Eintragungen) entsprechen der Mindestanforderung der Krankenkassen zur Bewilligung des Antrages. Die "Kann"-Eintragungen (fakultative Eintragungen) sind aber oftmals für eine gezielte Behandlungsplanung genauso notwendig (siehe Tabelle). Nach der Feststellung der Einzelbefunde wird die Diagnose gestellt und auf der ersten Seite des Formulars vermerkt.
 

        Symptom         Art der Befundung
  • Zahnzahl
  • Sondierungstiefen
  • Pathologische Zahnbeweglichkeit
  • Furkationsbefall
  • Rezessionen
  • Vitalität
  • Befestigungsverlust
  • Provokationsblutung

















  • Klinisch nicht vorhandene Zähne werden mit horizontalen Strichen gekennzeichnet. Zähne die extrahiert (entfernt) werden müssen, werden durchkreuzt.
  • Messung mit einer geeigneten parodontalen Mess-Sonde an zwei gegenüberliegenden Zahnflächen.Besser: Mindestens 4-Punkt-Messung an allen Zähnen. Sondierungstiefen in Millimetern in die Felder der Zahnkrone einzeichnen.
  • Entsprechend der gewählten Methodik (Gradeinteilung) Beweglichkeitsgrad in die Mitte der Zahnkrone einschreiben.
  • Unabhängig von dem Ausmaß eines positiven Furkationsbefalls einen schwarzen Punkt in die Furkationsgegend zeichnen.
  • Fakultativ: Eintragung der vestibulären Rezessionstiefe in Millimeter auf die Zahnwurzel einzeichnen.
  • Marktote (devitale) Zähne werden mit einem Negativstrich über der Wurzel gekennzeichnet.
  • Fakultativ: Eintragung des Gingivaverlaufes und davon ausgehend die Sondierungstiefe in Millimetern abtragen.
  • Fakultativ: Positive Provokationsblutung mit einem Punkt oder mit einem Kreuz neben der Zahl der Sondierungstiefe markieren.

(Kleber, B-M: Parodontologie. WM-Colleg, Aalen 2000)


Genehmigung des Antrages durch die gesetzliche Krankenkasse

Das Duplikat des PAR-Antrages wird der Krankenkasse zur Genehmigung eingereicht. Bestehen keine Bedenken, so sendet die Krankenkasse den genehmigten Antrag an die Zahnarztpraxis zurück. Die Behandlung kann beginnen. Sollte die Krankenkasse die Behandlungsplanung beanstanden, wird ein Gutachter eingeschaltet. Befürwortet der Gutachter den Antrag und erfolgt die Zustimmung der Krankenkasse, kann die Behandlung beginnen. Andernfalls, bei einer Ablehnung, kann der betroffene Zahnarzt ein Obergutachten beantragen.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 01.03.2003, letzten Änderung: 27.12.2004, letzte Überprüfung: 19.02.2007. 



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