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Behandlung mit Laser
Foto eines Zahnarztlasers





Der Laser ("Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation (englisch "Lichtverstärker durch stimulierte Strahlungsemission")") ist eine Lichtquelle die extrem scharf gebündeltes Lichts ausstrahlt. Die Intensität und Bündelung einer durch Laser erzeugten Lichtquelle ist so groß, dass es genügt, einen Laserstrahl von wenigen Millimetern Durchmesser auf den Mond zu richten, um dort, noch deutlich erkennbar, eine Fläche von 1 m² zu beleuchten.
Neben der Medizin wird auch in der Zahnheilkunde der Laser für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten für Laser in der Zahnmedizin begrenzt. Die Lasersysteme werden in zwei Gruppen unterteilt: Softlaser und Hardlaser. Softlaser senden Laserlicht niedriger Energie aus. Ihre Leistungen liegen im Milliwattbereich.


 
        Beteiligung durch gesetzl. Krankenkasse
  • Laserbehandlungen sind Privatleistungen, daher keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV).


Softlaser

Softlaser werden in Praxen zur Bestrahlung verwendet. Sie sollen biostimulierend wirken und so die Wundheilung verbessern und Schmerzen lindern. Allerdings ist der Wirkungsmechanismus der Softlaser zur Zeit nicht restlos geklärt, ihr objektiver therapeutischer Wert wird in der Literatur sehr unterschiedlich betrachtet. Die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK 1999) zieht das Fazit: "Zur Anwendung von Biostimulationslasern liegen derzeit keine kontrollierten Doppelblindstudien vor, die eine therapeutische Wirksamkeit der sog. 'Softlaser' belegen können" (DGZMK 1999).   


Hardlaser

Hardlaser werden in der Zahnmedizin hauptsächlich als "Lichtskalpell" in der Chirurgie, in der Parodontalbehandlung, bei der Wurzelkanalbehandlung, zur Kariesentfernung und zum Desensibilisieren von empfindlichen Zahnhälsen eingesetzt. Bei manchen Behandlungen kann die Lasertechnik die herkömmlichen Methoden unterstützen und optimieren, in manchen Fällen sogar ersetzen.



Grafische Darstellung des Lasereinsatzes in der Wurzelkanalbehandlung.Laser in der Wurzelkanalbehandlung

Dies ist zur Zeit eines der wichtigsten Einsatzgebiete, denn die Laserunterstützung bei der Wurzelkanalbehandlung erhöht die Erfolgsquote bei schwierigen Fällen und macht es oft möglich, die Behandlung in weniger Sitzungen durchzuführen. Die herkömmliche Wurzelkanalbehandlung wird allerdings nicht ersetzt. Die Aufbereitung des Wurzelkanals muss immer noch mit den bewährten Methoden durchgeführt werden. Das Laserlicht, das mit einem dünnen Lichtleiter in den Wurzelkanal eingebracht wird, verdampft noch verbliebene Nervenreste und tötet im Wurzelkanal vorhandene Mikroorganismen ab.


         Wissenschaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)


Fachgesellschaften und weitere Adressen im Internet


Weitere Informationen zur Laserzahnheilkunde finden Sie im Internet.

        Fachgesellschaften im Internet / weitere Adressen

Literatur:
DGZMK: Laseranwendung in der Zahnmedizin. Stellungnahme. DZZ (2000) 2: 83-84. (Volltext).

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 01.02.2004, letzten Änderung: 18.08.2007, letzte Überprüfung: 18.08.2007. 



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