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Mund und Zahn • Behandlungen • Kiefergelenkbehandlung
Kiefergelenkbehandlung

 

Die hellen Bereiche auf den Zähnen sind Füllungen, der Weisheitszahn ist noch nicht durchgebrochen. Foto: Wikipedia.de 
Erkrankungen des KIefergelenks sollten möglichst frühzeitig
behandelt werden. Foto: Wikipedia.de.






 

Gelenkknacken, Schmerzen der Kaumuskulatur, Ohrenschmerzen oder Tinitus können ihre Ursache in einer Kiefergelenkerkrankung haben. Entscheidend für die Heilung ist ein frühzeitiger Therapiebeginn.

Wenn Sie zunächst mehr über die Krankheit erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.


Was kann man tun?

Bei Kiefergelenkbeschwerden muss Ihr Zahnarzt zunächst das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur und die Zähne genau kontrollieren. Hinzu kommt eine Untersuchung der Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur. Mit einer speziellen Technik werden dann die Kiefergelenkbewegungen aufgezeichnet und die Gebissmodelle analysiert. Entsprechend der Befunde gibt es verschiedene Therapiemaßnahmen.

 
Massagen und Verhaltensänderung helfen

Wird als Auslöser der Beschwerden Stress oder eine Verspannung vermutet, helfen spezielle Übungen die Kaumuskulatur zu entspannen und die Kiefer in einer lockeren Stellung zu behalten. Auerdem kann eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten eine gewisse Linderung bewirken. Harte, zähe oder klebrige Speisen sollten Sie vermeiden, vor allen Kaugummi. Zur Linderung der Beschwerden tragen Massagen, Bewegungsübungen oder leichtes Stretching bei. Während Wärme bei der Verspannung der Kaumuskulatur geeignet ist, hilft Kälte bei Schmerzen.
Sowohl zur Stressbewältigung als auch zur muskulären Entspannung sind autogenes Training, Yoga oder Hypnose hilfreich. Reichen diese Entspannungsverfahren nicht aus, sind mitunter tiefgreifende Verhaltensänderungen erforderlich. Dies sollte unter Anleitung eines in der psychologischen Schmerztherapie erfahrenen Psychologen geschehen. 


Knirscherschienen als Therapie - Schmerzmittel manchmal nötig

Eine weitere Therapie besteht in der Eingliederung von herausnehmbaren Kunststoffschienen, um die Stellung des Kiefergelenks günstig zu beeinflussen und das Kausystem zu entlasten. Die hohe Erfolgsrate der Schienentherapie ist in unzähligen wissenschaftlichen Studien gut dokumentiert. Zusätzlich dient die Schiene als Schutz der Zähne bei starken „Knirschern“. Begleitende Maßnahmen zur Schienentherapie sind Entspannungsübungen, Massagen und Muskelübungen. Vor allem in der akuten Phase ist die Anwendung von Medikamenten zur schnellen Schmerzbeseitigung häufig unumgänglich. Neben Schmerzmitteln (Analgetika) und Entspannungsmitteln (Relaxantien) werden hierbei auch nichtsteroidale entzündungshemmend Medikamente (Antiphlogistika) eingesetzt. Die medikamentöse Therapie ist in den meisten Fällen aber nur Teil eines Therapie-Gesamtkonzeptes. Da eine Behandlung mit Medikamenten nicht ohne Risiko ist, sollte der verordnende Arzt oder Zahnarzt über ein gutes Wissen hinsichtlich dieser Therapie verfügen (Stellungnahme DGZMK).
 

Vorsicht bei Einschleifmaßnahmen und prothetischer Neuversorgung

Mit einem systematischen Einschleifen der natürlichen Zähne sollte – wenn überhaupt - erst begonnen werden, wenn durch eine vorangehende Funktionsanalyse und eine Schienentherapie zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass eine Veränderung des Bisses durch Beschleifen der Zähne zu einer Besserung führt. Das gleiche gilt für die Neuversorgung des Gebisses mit Kronen, Brücken oder umfangreichen Teilprothesen.


Fachgesellschaften und weitere Adressen im Internet

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        Fachgesellschaften / weitere Informationen im Internet


Wissenschaftliche Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) gibt zu bestimmten Themen der Zahnheilkunde wissenschaftliche Stellungnahmen heraus. Bevor ein Text als offizielle Stellungnahme der DGZMK veröffentlicht wird, wird er sowohl von Fachvertretern und dem Vorstand der jeweils betroffenen Fachgruppierung als auch vom Vorstand der DGZMK kontrolliert. Nach Veröffentlichung überprüfen die Fachgesellschaften mit Hilfe einer Checkliste im regelmässig die Aktualität der Stellungnahmen.

Zum Betrachten und Ausdrucken der Stellungnahmen benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader.

        Wissenschaftliche Stellungnahmen der (DGZMK) und anderer Fachgesellschaften zu diesem Thema

Literatur:
Taubmann, S.: Gezielte instrumentelle und klinische Funktionsanalyse. Die ZahnarztWoche 4/2008:20-21. (Volltext)
Künkel, A., Künkel, K.: Total zerknirscht? Ursachen, Folgen und Therapie des Zähneknirschens. Frankfurt/M. (1998), Verlag Neue Wissenschaft.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 05.01.2009, letzten Änderung: 13.03.2010, letzte Überprüfung: 13.03.2010. 


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