

| Beteiligung durch gesetzl. Krankenkasse |
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Laser zur Karieserkennung (DIAGNOdent®)
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| DIAGNOdent-Gerät (Foto: KaVo) |
Zähne können oberflächlich gesund aussehen, und doch kann sich – für das Auge unsichtbar – Karies in der Zahnsubstanz ausbreiten. Besonders in den feinen Vertiefungen (Fissuren) auf der Oberfläche der Backenzähne und unterhalb des Zahnschmelzes im Zahnbein (Dentin) kann sich Karies versteckt entwickeln. Aber auch in den Zahnzwischenräumen ist das Erkennen kariöser Stellen oft schwierig. Um eine versteckte Karies aufzuspüren, muss der Zahnarzt gezielte Röntgenaufnahmen (z. B. Bissflügelaufnahmen) anfertigen, eine Untersuchung mit Kaltlicht durchführen oder mit vergrößernden Sehhilfen nach der Karies suchen.
In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte die Firma KaVo ein spezielles Laserfluoreszenzverfahren zur Kariesfrüherkennung. Mit Hilfe des Laserstrahls wird hierbei der Zahn zum Leuchten (Fluoreszenz) gebracht. Da kariöse Zahnsubstanz anders "leuchtet" als gesunde, können kariöse Stellen durch dieses Verfahren sichtbar gemacht und frühzeitig behandelt werden. Durch ein akustisches Signal wird der Zahnarzt auf die entdeckte Karies aufmerksam gemacht.
Nach Angaben des Herstellers sollten mit diesem DIAGNOdent-Gerät auch kleinste kariöse Stellen entdeckt werden. Und das schmerz- und strahlungsfrei. Während allerdings der Hersteller dem Gerät eine Trefferquote von 90 % bescheinigt (KaVo) und auch eine Studie der Universität Bern dem Gerät gute Noten erteilt (Lussi 2000), kommen Kühnisch et al. (2007) zu einem anderen Resultat. Laut Kühnisch zeigten die Geräte DIAGNOdent 2095 und DIAGNOdent Pen bei den Messungen eine große Streuung, die die Anwendung zur Kariesdiagnostik in der Praxis höchstens als zusätzliches Gerät erlaubt. Auch andere Untersuchungen hatten immer wieder ungenaue Messwerte bemängelt und darauf hingewiesen, dass Reste von Zahnpasta (Lussi u. Reich 2005) oder das Aufhellen der Zähne (Bleaching) (Falconer et al. 2006) die Messerergebnisse beeinflussen.
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| Prinzip der DIAGNOdent-Diagnostik (Grafik: KaVo) |
Die konventionelle klinische Karies-Untersuchung kann durch diese Geräte also nicht ersetzt werden. Ein Grund zum routinemäßigen Einsatz dieses Diagnostikverfahrens in zahnärztlichen Praxen besteht zur Zeit nicht. Für Kassenpatienten wichtig: Diese Leistung ist für Versicherte von AOK und Co. keine Vertragsleistung und kann nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet werden.
| Wissenschaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) |
Fachgesellschaften und weitere Adressen im Internet
Weitere Informationen zur Laserzahnheilkunde finden Sie im Internet.
| Fachgesellschaften im Internet / weitere Adressen |
Literatur:
DGZMK: Laseranwendung in der Zahnmedizin. Stellungnahme. DZZ (2000) 2: 83-84. (Volltext).
Kühnisch, J., Bücher, K., Henschel, V., Hickel, R.: Reproducibility of DIAGNOdent 2095 and DIAGNOdent Pen measurements: results from an in vitro study on occlusal sites. European Journal of Oral Sciences (2007) 115: 206-211. (Zusammenfassung, englisch).
Lussi, A., Reich, E.: The influence of toothpastes and prophylaxis pastes on fluorescence measurements for caries detection in vitro. European Journal Of Oral Sciences (2005) 113: 141-144. (Zusammenfassung, englisch).
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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum
unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 01.02.2004, letzten Änderung: 06.01.2009, letzte Überprüfung: 06.01.2009.
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