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Keramikinlay
Keramikinlays erfüllen höchste ästhetische Ansprüche. Foto: dentimages. 
Keramikinlays erfüllen höchste ästhetische Ansprüche.
Foto: dentimages.







Viele Patienten wünschen zahnfarbene Füllungen, die vom natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden sind. Daher lehnen sie Gold-Inlays wegen ihrer Farbe ab. Mit Keramikinlays kann dieser Ästhetikanspruch erfüllt werden. Denn diese Inlays sind zahnfarben, lichtdurchlässig und stehen dem natürlichen Zahnmaterial mit seinem opalisierenden Glanz und seiner Lichtreflektion in nichts nach. Außerdem leiten Keramikinlays Temperaturreize nicht weiter und sind auch über Jahre farbbeständig.
 
Zum Einsetzen des Keramikinlays wird ein spezieller Kleber verwendet, der dem Komposit ähnlich ist. Keramik-Inlays können entweder im zahntechnischen Labor angefertigt oder mit Hilfe der modernen Digitaltechnik direkt in der Zahnarztpraxis hergestellt werden.

Die Karies ist entfernt, die Zähne sind für die Keramikinlays vorbereitet. Foto: dentimages.   Fertige Keramik-Inlays auf dem Gipsmodell. Foto: dentimages.   Für eine bessere Verklebung des Inlays mit dem Zahn wird der Zahnschmelz angeätzt. Foto: dentimages.   Fertige Keramik-Inlays im Mund. Foto: dentimages. 
Die Karies ist entfernt, die Zähne sind für
die Keramikinlays vorbereitet.



Fertige Keramik-Inlays auf dem Gipsmodell.




Für eine bessere Ver-
klebung der Inlays mit
dem Zahn wird der
Zahnschmelz ange-
ätzt.
Fertige Keramik-Inlays im Mund.
                    Fotos: dentimages.


 

Damit das Keramikinlay dick genug ist und nicht so leicht zerbricht, muss der Zahnarzt relativ viel gesundes Zahnmaterial wegbohren. Da Keramik härter ist als der natürliche Zahnschmelz, können nicht exakt passende Keramikinlays gegenüberliegende Zähne beschädigen. Aufgrund der Bruchempfindlichkeit sollten Patienten die unter nächtlichem Zähneknirschen leiden eventuell auf andere Materialien ausweichen.


Verträglichkeit

Keramik ist gut verträglich, kann aber in Spuren radioaktive Substanzen enthalten. Eine gewisse Allergiegefahr geht von dem Kleber auf Kunststoffbasis aus, mit dem die Keramikinlays befestigt werden.


        Vorteile         Nachteile
  • erfüllt höchste ästhetische Ansprüche
  • gute biologische Verträglichkeit
  • Verwendung im Seitenzahnbereich

  • Keramikbruch möglich
  • hohe Kosten
  • gegenüberliegende natürliche Zähne können aufgrund der Härte des Materials geschädigt werden
        Haltbarkeit         Beteiligung durch gesetzl. Krankenkasse
  • Lange Haltbarkeit, 10 – 15 Jahre
  • Der Zahnarzt muss für Füllungen eine zweijährige Gewähr übernehmen. Identische und Teilwiederholungen von Füllungen sind in diesem Zeitraum vom Zahnarzt kostenfrei vorzunehmen. Ausnahmen hiervon bestimmen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich. (SGB V, § 136 b).

    Für eine Gewährleistung braucht der Patient keine Praxisgebühr zu entrichten!
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichtenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären (ca. 35€).

    Die Kosten pro Keramikinlay liegen je nach Größe zwischen 300€ und 700€. Keramikinlays sind die teuersten Zahnfüllungen.


        Mögliche Gesundheitsrisiken
  • bisher keine bekannt


Wissenschaftliche Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) gibt zu bestimmten Themen der Zahnheilkunde wissenschaftliche Stellungnahmen heraus. Bevor ein Text als offizielle Stellungnahme der DGZMK veröffentlicht wird, wird er sowohl von Fachvertretern und dem Vorstand der jeweils betroffenen Fachgruppierung als auch vom Vorstand der DGZMK kontrolliert. Nach Veröffentlichung überprüfen die Fachgesellschaften mit Hilfe einer Checkliste im regelmässig die Aktualität der Stellungnahmen.

Zum Betrachten und Ausdrucken der Stellungnahmen benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader.

        Wissenschaftliche Stellungnahmen der DGZMK zu diesem Thema

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 03.01.2005, letzten Änderung: 06.01.2009, letzte Überprüfung: 06.01.2009. 



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