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Epikutantest ("Pflastertest") In der Literatur werden mehrfach auch Allergien gegen Amalgam, vor allem unmittelbar nach dem Legen der Füllung, beschrieben. Zum Nachweis einer Allergie wird gewöhnlich ein Epikutantest (Hauttest mit Heftpflaster) durchgeführt. Bilden sich auf der Klebestelle nach einiger Zeit (24 Stunden, 48 Stunden, 72 Stunden) Pusteln, Hautrötungen oder andere Reaktionen, so deutet das auf eine Allergie hin. Allerdings hat dieses Verfahren nur eine eingeschränkte Zuverlässigkeit (Hamre 1997). Allerdings hat dieser Test den Nachteil, dass es manchmal zu sogenannten falsch-positiven Ergebnissen kommt, z. B. zu einer Rötung, obwohl keine Allergie vorliegt. Alternativ zum Test auf der Rückenhaut kann auch ein Test auf der Mundschleimhaut, also dem eigentlichen Zielgewebe, durchgeführt werden. Dieser Test ist jedoch schwieriger durchzuführen und außerdem weniger aussagekräftig, da durch den Speichel die Allergene (Stoffe die eine Allergie auslösen können) verdünnt werden. Außerdem benötigt die Mundschleimhaut aufgrund ihrer immunologischen Besonderheiten höhere Allergenkonzentrationen zur Auslösung positiver Testreaktionen (Schmalz 2005, S. 30).
Eine andere Möglichkeit, eine Allergie festzustellen, ist der Nachweis von "Gedächniszellen" im Blut, d.h. Lymphozyten, die sich daran erinnern können, dass der Körper einem bestimmten Stoff als Allergieauslöser ausgesetzt war. Der Nachweis geschieht mit dem in Schweden entwickelten MELISA-Test (Memory Lymphocyte Immuno Stimulation Assay). Dieser Test ist empfindlicher als der Epikutantest und hat eine höhere Aussagekraft. Allerdings befindet sich diese Prüfmethode noch im Stadium der wissenschaftlichen Untersuchung. Zusammenhänge der Testergebnisse mit Krankheitsbildern werden vereinzelt beschieben, sind jedoch nicht durchgängig. Vor allem ist bisher nicht geklärt, inwieweit auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Als Routineverfahren ist dieser Test daher zur Zeit nicht geeignet (Schmalz 2005, S. 33).
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