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Zysten
Große Zyste im Unterkiefer. Foto: MH-Hanover, Klinik- u. Poliklinik für Mund-, Kiefer- u. Gesichtschirurgie.     
Große Zyste im Unterkiefer.
Foto: MH-Hanover, Klinik- u. Poliklinik f. Mund-, Kiefer- u. Gesichtschirurgie.
 









Vielleicht haben Sie eine Zyste, nur Sie wissen es nicht! Denn Zysten im Mund- und Kieferbereich sind gar nicht so selten im Vergleich zu anderen Körperregionen. Dennoch werden Zystem im Mund- und Kieferbereich meist zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt, da sie in der Regel zunächst völlig schmerzlos sind. Nur bereits sehr groß gewordene Zysten fallen durch Schwellungen im Mund oder durch Zahnverschiebungen auf. Im Kieferknochen sind Zysten sehr häufig im Bereich der Wurzelspitzen von abgestorbenen Zähnen zu finden. Aber auch an einem noch nicht durchgebrochenen Zahn (retinierter oder teilretinierter Zahn) und an der Wange oder Lippe kann eine Zyste entstehen. Andere Zysten gehen nicht vom Zahn aus, sondern entstehen im Laufe der embryonalen Entwicklung.

Vereinfacht dargestellt ist die Zysten eine abgekapselte Blase (griechisch: kystis = Blase), die mit einer Flüssigkeit oder einem pastösen Inhalt gefüllt ist. Eine Haut, der sogenannte Zystenbalg, kleidet die Die Innenseite der Zyste aus. Durch den osmotischen Druck des Gewebes gelangt nach und nach immer mehr Flüssigkeit in diese Blase, die dadurch ganz langsam größer wird. Unbehandelt kann die Zyste bis zur Größe eines Hühnereis heranwachsen. Durch das Wachstum werden die benachbarten Zähne verdrängt und der umgebende Kieferknochen geschädigt. Im Extremfall kommt es durch die Schädigung des Kieferknochens zu einem plötzlichen Kieferbruch. Zysten sind in der Regel gutartig. Nur selten entarten sie bösartig. Sie treten hauptsächlich im mittleren Lebensalter auf. Männer sind weitaus häufiger betroffen als Frauen (Klammt 1976). Zwar kommen Zysten sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer vor, der Oberkiefer ist aber deutlich mehr betroffen.

Erst wenn die Zyste größer wird oder sich entzündet, kann es  zu Schmerzen oder Gefühlsbeeinträchtigungen kommen. So kann beispielsweise ein Druckgefühl im Kiefer oder ein dumpfes Gefühl in den Zähnen auftreten. Auch leichte Nervenschmerzen im Kieferbereich können ein Anzeichen einer Zyste sein. Sobald eine Zyste diagnostiziert wurde, muss sie operativ entfernt werden. Das entnommene Zystengewebe wird zu einem Speziallabor geschickt, um mikroskopisch zu untersuchen,  ob bösartige Zellen vorhanden sind (histologische Untersuchung).


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Literatur:
Horch, H.-H.: Zysten der Kiefer und der umgebenden Weichteile. In: Zahnärztliche Chirurgie. Urban & Fischer, München 2003.
Klammt, J.: Zysten des Kieferknochens. Barth, Leipzig 1976.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 27.12.2008, letzten Änderung: 27.12.2008, letzte Überprüfung: 27.12.2008. 



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