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Rauchen schädigt die Lunge und kann Krebs auslösen. Das ist den meisten Rauchern sehr wohl bekannt. Das Rauchen aber auch zu Parodontitis und Zahnausfall führen kann, ist den wenigsten Rauchern bewußt. Mit jeder Zigarette inhaliert der Raucher mehr als 4.800 chemische Verbindungen, die beispielsweise dazu führen, dass das Gewebe schlechter durchblutet wird. Dies beeinträchtigt die körpereigene Abwehr. Schon zehn Zigaretten am Tag reichen aus, um das Parodontitis-Risiko stark zu erhöhen. Bei einem täglichen Konsum von 1,5 Packungen steigt die Gefahr sogar auf das Sechsfache. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Nikotinkonsum im Zigaretten-, Zigarren- oder Pfeifenrauch besteht. Selbst das Rauchen von Wasserpfeifen schädigt den Zahnhalteapparat mindestens genauso wie Zigarettenrauch (Natto 2005, Natto et al. 2005). Ein sofortiger Rauchstopp verringert das Parodontitis-Risiko schon nach wenigen Wochen. Aber erst Jahre nach der Rauchentwöhnung ist die Gefahr, an Parodontitis zu erkranken, so gering wie bei Nichtrauchern. Besonders tückisch ist, dass beim Raucher weniger warnende Frühsymptome erscheinen, wie Zahnfleischentzündungen oder Zahnfleischblutungen. Daher wird die Parodontitis bei Rauchern oft unterschätzt oder zu spät erkannt. Dringend notwendige Therapien werden dann zu spät eingeleitet. Außerdem sprechen Raucher auf die Behandlung der Parodontitis schlechter an als Nichtraucher. Zum einen sorgen Wundheilungsstörungen für schlechte Operationsergebnisse, zum anderen sorgt das anhaltend angegriffene Immunsystem für einen aggressiv fortschreitenden Knochenabbau. Bei erwachsenen Ex-Rauchern ist der Schweregrad der Parodontitis nicht so ausgeprägt wie bei den Patienten, die weiterrauchen. Ein Verzicht auf Zigaretten kann daher den Krankheitsverlauf der Zahnbetterkrankung deutlich verbessern.
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