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Retention und Verlagerung
Steckt ein bleibender Zahn an der richtigen Stelle im Kiefer fest, spricht man von Retention. Verharrt der Zahn in einer verkehrten Stelle im Kieferknochen oder liegt deutlich abweichend von seiner normalen Durchbruchsrichtung, so wird dies als Verlagerung bezeichnet. Am häufigsten ist der obere Eckzahn (56%) betroffen, gefolgt von den kleinen Backenzähnen im Unterkiefer (9%) und dem oberen seitlichen Schneidezahn (5%).
Eine Retention oder Verlagerung kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe sind zu lange im Mund verbleibende Milchzähne, Platzmangel, Traumen, überzählige Zähne, gutartige Tumore, entzündliche Prozesse, Zysten, uvm.

Wenn ein Zahn nicht selbständig durchbrechen wird, besteht aus kieferorthopädischer Sicht Handlungsbedarf (siehe KIG-Tabelle). Im Allgemeinen wird eine Einordnung retinierter oder verlagerter Zähne mittels kieferorthopädischer Apparaturen nach chirurgischer Freilegung angestrebt. Die Voraussetzungen für eine so genannte Mobilisation sind ausreichende Platzverhältnisse, die Möglichkeit den Zahn operativ freilegen zu können und eine beständige Mitarbeit des Patienten. Solch eine Mobilisation benötigt viel Zeit, denn der Zahn muss durch den Knochen hindurch bewegt werden. Anfangs wird der Kieferchirurg den betroffene Zahn operativ darstellen und ein kleines Knöpfchen auf der Zahnoberfläche befestigen. Im nächsten Schritt wird eine Zahnspange eingegliedert, mit der täglich an dem Zahn gezogen wird. Häufig werden dafür Plattenapparaturen verwendet, die mit speziellen Häkchen versehen sind, in die der Patient eigenständig Gummizüge von dem Knöpfchen am Zahn einhängen muss. Es besteht auch die Möglichkeit einen verlagerten Zahn mittels einer festen Zahnspange zu mobilisieren. Da hierbei unerwünschte Nebenwirkungen für die anderen Zähne des Zahnbogens entstehen können, wird häufig eine zusätzliche Verankerungsquelle in Erwägung gezogen, z.B. ein Transpalatinalbügel.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 19.03.2011, letzten Änderung: 19.03.2011, letzte Überprüfung: 19.03.2011. 



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