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Seitlicher Kreuzbiss
Der seitliche Kreuzbiss beschreibt ein Szenario bei dem die oberen Backenzähne zu weit innen und die unteren Backenzähne zu weit außen stehen. Beim Zusammenbeißen entsteht der so genannte Kreuzbiss – das Zusammenbeißen über Kreuz. Diese Erkrankung kann sowohl einseitig, also auch beidseitig auftreten. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen haben 9% aller kaukasischen Jugendlichen einen einseitigen und 4% einen beidseitigen Kreuzbiss [26]. Die nicht ganz so stark ausgeprägte Form der Erkrankung, bei der die Kauflächen er Backenzähne genau aufeinander treffen, nennt man Kopfbiss.

Der Kreuzbiss stellt eine klare Indikation für eine kieferorthopädischen Behandlung dar. Die Notwendigkeit einer Therapie ist auch gemäß der Einstufung deutscher Krankenkassen gegeben (siehe KIG-Tabelle). Zudem sollte ein seitlicher Kreuzbiss nach Möglichkeit zügig überstellt werden, da die Gefahr der Ausbildung eines Zwangsbisses besteht, bei dem der Patient durch die Zahnfehlstellung in einer seitenverschobenen Position zubeißt. Liegt nun über einen längeren Zeitraum ein solcher Zwangsbiss vor, kann das harmonische Oberkieferwachstum gestört werden und ggf. eine Anpassung der knöchernen Strukturen an die vorliegende Zahnfehlstellung eintreten. Diese asymmetrische knöcherne Entwicklung des Ober- und Unterkiefers ist dann deutlich aufwändiger zu therapieren.

In der Regel stellt die transversale Nachentwicklung (Vergrößerung der Kieferbreite) des Oberkiefers die Therapie der Wahl dar. Je nach Ausmaß des Kreuzbisses können größere und kleinere Behandlungsmittel, wie z.B. herausnehmbare Plattenapparaturen, die Gaumennahterweiterungsapparatur (GNE) oder auch eine feste Zahnspange Verwendung finden.

Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum:
a) Herausnehmbare Spangen
    → TD-Platte
b) Multibracketapparatur („feste Spange“) mit speziellen Gummizügen
c) Transpalatinalbügel (TPB)
d) Quad-Helix-Apparartur
e) Gaumennahterweiterungsapparatur (GNE)


Therapiemöglichkeiten bei erwachsenen Patienten:
a) Multibracketapparatur
b) Multibracketapparatur in Kombination mit chirurgischen Maßnahmen (chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung – GNE)

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 19.03.2011, letzten Änderung: 19.03.2011, letzte Überprüfung: 19.03.2011. 



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