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Sauer ist nicht immer lustig
Seitenzähne mit starken Erosionen. 









Erfrischend, vitaminreich, leicht - und gut für die schlanke Linie dazu! Aber ein Zuviel an säurehaltigen Nahrungsmitteln und Getränken bringt den Mikrokosmos der Mundhöhle aus dem Gleichgewicht und kann zu sogenannten Erosionen führen, einem langsam voranschreitenden Verlust an Zahnsubstanz durch den direkten und häufigen Kontakt mit Säuren.

Aber nicht nur Säuren aus Nahrungsmitteln oder Getränken sind Ursachen für Erosionen. Auch die Magensäure, die bei Magen-Darm-Erkrankungen mit Aufstoßen (z. B. Sodbrennen) oder bei Erbrechen in die Mundhöhle gelangt  Vom Inneren des Körpers her wirkt die Magensäure. Sie kann bei, kann Erosionen an den Zähnen bewirken. Weitere Ursachen können saure Bestandteile in Medikamenten (z.B. Aspirin, Vitamin-C-Präparate) oder Säureeinflüsse bei bestimmten Berufen (z.B. bei Weinverkostern) sein.


Welche Personen sind besonders betroffen?

Personen mit häufigem Verzehr von sauren Lebensmitteln, Vegetarier, Personen mit Essstörungen und Personen mit saurem Aufstoßen und Sodbrennen sind besonders betroffen. Möglicherweise spielt auch die Zusammensetzung und Menge des Speichels eine Rolle.


Wie erkennt man, ob die eigenen Zähne bereits betroffen sind?

Erosionen an Schneidezähnen

Linke Abbildung: Großflächige Erosionen auf den Schneidezähnen aufgrund von häufigem Colagenuss.
Rechte Abbildung: Erosionen auf den äußeren Zahnflächen der oberen Schneidezähne aufgrund von Rohkost betonter Ernährung.
(Abbildungen auf dieser Seite: Universitätsklinikum Giessen - Poliklinik für Zahnerhaltungskunde)

Leichte Erosionen bleiben meist unbemerkt, da sie weder mit Schmerzen noch mit einer optischen Veränderung des Zahnes einher gehen. Wenn die Erosion weiter fortgeschritten, also schon das Zahnbein angegriffen ist, kann es zu Heiß-/Kaltempfindlichkeiten und Verfärbungen kommen, schließlich sehen Zahn- und Kauflächen zerklüftet, wie abgeschmolzen, aus und müssen im Extremfall überkront werden.

Um bei hohem Säurekonsum ausgedehnten Zahnsubstanzschäden erst gar keine Chance zu geben, sollte man seinen Zahnarzt fragen, ob Erosionen vorliegen. Falls ja, kann man die Säureeinwirkung zunächst reduzieren, indem man säurehaltige Getränke und Nahrungsmittel nicht in großen Mengen und zu jeder Tageszeit konsumiert. Oder - wenn man auf den erfrischenden Sauergeschmack nicht verzichten möchte - indem man gezielt auf kalziumreiche saure Produkte umsteigt, wie Joghurt, Buttermilch, Quark und den Salat mit Joghurtdressings verfeinert.

Neben der bewußten vollwertigen Ernährung und viel klarem Wasser als Durstlöscher ist die regelmäßige Anwendung einer fluoridhaltigen Mundspülung und eines Fluoridgels ein wirksames Mittel bei Erosionen.


Was kann ich tun, wenn ich Erosionen habe?

Sie sollten nach Möglichkeit Säuren meiden, denn Erosionen kommen zum Stillstand, wenn die Säureeinwirkung aufhört. Die wirksamste Schutzmaßnahme ist die häufige Anwendung von Fluorid in Form von Mundspüllösungen und eines konzentrierten Fluoridgels. Die Anwendung sollte von Zahnarzt individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein. Saure Nahrungsmittel sollten Sie zusammen mit Milchprodukten verzehren, da Milchprodukte sehr kalziumreich sind.

In manchen Fällen kann eine individuell abgestimmte sanfte Mundhygiene notwendig sein. Nur in besonders schweren Fällen ist eine Versorgung der Zähne mit Kronen oder Teilkronen nötig. Das kann in vielen Fällen bei rechtzeitigem Eingreifen jedoch vermieden werden.


        Weitere Internetinformationen zu diesem Thema

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 01.02.2004, letzten Änderung: 04.01.2011, letzte Überprüfung: 04.01.2011. 



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