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Impfung gegen Karies
Medizinische Spritzen


 










Da Karies durch Bakterien verursacht wird, ist es schon seit längerer Zeit Wunsch der Wissenschaft, eine Kariesimpfung zu entwickeln. Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird diese Möglichkeit immer wieder erforscht. Leider bisher ohne größere Erfolge. 

So entwickelte ein amerikanisches Team um Martin Taubmann und Daniel Smith vom Forsyth Institute in Boston einen Stoff, der in die Nase gesprüht wird und den menschlichen Organismus dazu anregt, im Speichel Antikörper gegen die Bakterien zu bilden. Genauer gesagt, richten sich die Antikörper nicht gegen die Bakterien selbst, sondern gegen das Enzym, mit dessen Hilfe sie sich an den Zahnbeleg heften, Milchsäure produzieren und den Zahnschmelz zerstören.
 
Denn, wenn die Abwehrkräfte des Körpers dieses Enzym zerstören, ist es den Bakterien unmöglich, sich an den Zähnen zu befestigen. Sie bleiben harmlos und können leicht mit der Zahnbürste weggeputzt werden. Auf diese Weise baut die geimpfte Person eine lange Zeit selbst den Schutz vor Karies auf. Laut Taubmann sind Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und drei Jahren besonders geeignet für diese Impfung, die ihnen einen lebenslangen Schutz bieten könnte. Allerdings ist diese Methode nicht ganz ungefährlich. Experten warnen vor diesem Verfahren, da der Impfstoff möglicherweise auch das Herzmuskelgewebe angreift.

Einen anderen Weg beschreiten britischen Forscher unter Leitung von Professor Julian Ma. Sie arbeiten an einem passiven Impfschutz. Sie haben die Substanz, die der Körper direkt gegen die Bakterien produziert, nachgebildet und tragen diese Antikörper in hoch konzentrierter Dosis mit einer Pipette auf die Zähne auf. Nachteil: Da dieser Impfstoff keine Immunreaktion beim Menschen auslöst, müssen die Antikörper jährlich wieder neu auf die Zähne aufgetragen werden.

Nachteil beider Verfahren ist, dass sie sich noch im Versuchsstadium befinden. Bis zum Praxiseinsatz werden noch Jahre vergehen.

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Dieser Beitrag wurde von den im Impressum unter "Redaktion" genannten Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachkräften erstellt und vom Schlussredaktionsteam didaktisch überarbeitet.
Datum der Erstellung: 01.02.2004, letzten Änderung: 27.12.2004, letzte Überprüfung: 04.01.2011. 



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