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Ausgedehnte Zahnwurzelkaries, die bei älteren Patienten sehr häufig anzutreffen ist.
Zahnpasta und Zahnbürste Fluoridierte Zahnpasta und Zahnbürste gehören zur täglichen Mundpflege. Da aber im Alter oftmals die Beweglichkeit der Hand eingeschränkt ist, kann eine Drei-Kopf-Zahnbürste besonders hilfreich sein. Für Personen mit verkrümmten Händen, z.B. bei Gicht, sind herkömmliche schlanke Bürstengriffe ungeeignet, da diese nicht richtig gegriffen werden können. Durch einfaches verstärken des Zahnbürstengriffes mit einer Moosgummihülle (Rohrisolierung) oder einer speziellen Griffschale kann hier schnell, einfach und kostengünstig geholfen werden.
Für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit der Hände, z.B. bei Gicht, kann eine Verstärkung des Zahnbürstengriffes mit einer Moosgummihülle oder einer speziellen Griffschale eine große Hilfe sein.
Elektrische Zahnbürsten eignen sich besonders für manuell eingeschränkte Personen.
Zahnseide, Interdentalbürste, Zahnhölzchen Sofern Zahnseide korrekt benutzt werden kann, ist ihre Verwendung zu empfehlen. Speziell zur Pflege von Brücken und Implantaten sind dickere Zahnseiden im Fachhandel erhältlich. Mit ihrem elastischen Flauschfaden erleichtern sie die Reinigung schwer zugänglicher Stellen. Da im Alter die Zahnzwischenräume oft erweitert sind, sind zur Reinigung der Zahnzwischenräume Interdentalbürsten besser geeignet. Ebenfalls brauchbar, aber nicht so wirksam, sind Zahnhölzer mit dreieckigem Querschnitt aus weichem Holz.
Zungenbürste zur Pflege der Zunge Bei älteren Leuten ist die Zunge oft belegt, was Ursache für Mundgeruch (Halitose) und verringertes Geschmacksempfinden sein kann. Daher empfiehlt es sich, die Zungenoberseite täglich mit einer speziellen Zungebürste zu reinigen.
Zungenbürsten und Zungenschaber zum Reinigen der Zungenoberseite von Belägen.
Mundspüllösungen zur Karies- und Gingivitisprophylaxe Senioren mit dem Risiko von Wurzelkaries benötigen besondere Vorsorgemaßnahmen. Nicht als Ersatz, aber zur Ergänzung der täglichen Mundpflege dienen Mundspüllösungen, die durch ihren Fluoridgehalt helfen, Karies zu verhüten oder durch bestimmte Wirkstoffe Entzündungen des Zahnfleisches verhindern (Abb. 6). Aufgrund der oftmals durch verschiedene Umstände erschwerten Mundhygiene ist die Anwendung von zahnbelaghemmenden Substanzen besonders interessant. Als besonders wirkungsvoll gilt hierbei das Chlorhexidin-Digluconat (CHX) (z.B. Oral-B Chlorhexidin-Lösung, One-Drop-Only Chlorhexidin). Chlorhexidin hat ein breites antibakterielles Wirkungsspektrum und verringert den Plaquebefall und die Schwere von Zahnfleischentzündungen um etwa 50 Prozent, allerdings kann es wegen seiner Nebenwirkungen (Verfärbung der Zähne, Geschmacksbeeinträchtigung) in der Regel nur vorübergehend eingesetzt werden kann. Daher wird es nicht zur täglichen Verwendung empfohlen, sondern nur bei bestimmten Indikatrionen, z.B. bei Patienten, die zu einer ausreichenden Mundhygiene nicht in der Lage sind. Zubereitungen mit Zinnfluorid (z.B. Meridol) oder Triclosan (Colgate Plax) gelten als die nächst wirkungsvollen Präparate, welche auch langfristig angewendet werden können. Auch bei Mundspüllösungen mit Zinnfluorid konnte eine Plaquehemmung über mehrere Stunden nachgewiesen werden, was Zahnfleischentzündungen vorbeugt. Aus der gleichzeitigen Verabreichung von Fluorid resultiert eine gute Hemmung von Kronen- und Wurzelkaries. Ebenfalls plaquehemmend wirkt Triclosan. Darüber hinaus hat Triclosan einen parodontitishemmenden Effekt. Auch Cetylpyridiniumchlorid, Hexetidin oder phenolische Substanzen wie Listerine haben plaquehemmende Wirkung. Der in klinischen Langzeitstudien gefundene plaquehemmende Effekt ist jedoch geringer als von CHX, Zinnfluorid oder Triclosan.
Mundspüllösungen zur Ergänzung der Mundpflege. Bitte beachten Sie, dass einige der abgebildeten Spüllungen nur zur zeitlich befristeten Anwendung vorgesehen sind. Handbuch der Mundhygiene für betagte Menschen, chronisch Kranke und Behinderte - Ein Ratgeber für das Pflegepersonal Viele Untersuchungen, so auch eine eigene Studie zur Situation der Zahnhygiene in Altenheimen des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg, zeigen leider immer wieder, dass die Mundhygiene im Pflegealltag nicht im Vordergrund steht. Dabei kann durch systematische Mundhygiene die Lebensqualität alter Menschen deutlich verbessert werden. Denn gerade alte Menschen, chronisch Kranke oder Behinderte gehören im Bereich der Mundgesundheit immer noch zu den Hochrisikogruppen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels unserer Gesellschaft ist es wichtig, diese Situation zu ändern. Das "Handbuch der Mundhygiene für betagte Menschen, chronisch Kranke und Behinderte" kann hierzu einen Beitrag leisten. Sie können diese Publikation über die Landeszahnärztekammern oder die Bundeszahnärztekammer bestellen oder durch Anklicken des nachfolgenden Links auf Ihren Computer herunterladen.
Wissenschaftliche Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) gibt zu bestimmten Themen der Zahnheilkunde wissenschaftliche Stellungnahmen heraus. Bevor ein Text als offizielle Stellungnahme der DGZMK veröffentlicht wird, wird er sowohl von Fachvertretern und dem Vorstand der jeweils betroffenen Fachgruppierung als auch vom Vorstand der DGZMK kontrolliert. Nach Veröffentlichung überprüfen die Fachgesellschaften mit Hilfe einer Checkliste im regelmässig die Aktualität der Stellungnahmen.Zum Betrachten und Ausdrucken der Stellungnahmen benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader.
Themenhefte "Mundgesundheit" Mit fachlicher Unterstützung durch die Bundeszahnärztekammer hat Colgate, ein Hersteller von Mundhygieneprodukten, mehrere Broschüren zum Thema Mund- und Zahnpflege herausgegeben, um die Mundgesundheit in Deutschland weiter zu verbessern. Jede Broschüre ist einem speziellem Thema gewidmet. Alle Broschüren liegen als pdf-Dateien unterschiedlicher Größe vor.
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