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Unsere Zähne sind nicht fest im Kiefer verkeilt. Das Zahnbett, auch Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung. Zum Zahnhalteapparat gehöret das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen. Die Zahnwurzel ist mit Hilfe der Wurzelhaut im Kiefer befestigt. Die Wurzelhaut besteht aus vielen tausenden von Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Für die Funktion des Zahnhalteapparates sind diese zwischen Zahnzement und Knochenfach gelagerten Fasern von entscheidender Bedeutung, denn damit ist der Zahn geringfügig nachgebend, also federnd, im Kiefer verankert.
Das Zahnfleisch (Gingiva) bedeckt den Kieferknochen und umschließt die Zähne wie ein eng anliegender Kragen. In den Lücken zwischen den Zähnen bildet das Zahnfleisch einen kleinen spitzen Hügel, die Papille, so dass der Zwischenraum ausgefüllt und vor Verschmutzungen geschützt wird. Im gesunden Gebiss findet man zwischen Zahn und Zahnfleisch eine freie Zone (Sulcus) von ein bis drei Millimetern. Ist sie größer als drei Millimeter, spricht der Zahnarzt von einer Zahnfleischtasche, die ein erstes Anzeichen für eine beginnende Parodontitis sein kann. Wenn Sie genau hinschauen, können Sie auf einem gesunden Zahnfleisch winzige Einziehungen entdecken - ähnlich wie auf der Schale einer Orange. Das gesunde Zahnfleisch ist hellrosa, hat eine glänzende Oberfläche und blutet nicht bei Berührung oder beim Zähneputzen. Bei Entzündungen ist es dunkelrot, geschwollen und gespannt.
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