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Aktuelles
Gesundheitsprämie im Modell Zahnmedizin.

 

In einer Studie hat das Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) die Umsetzbarkeit einer ‚Gesundheitsprämie im Modell Zahnmedizin‘ umfangreich untermauert. Foto: © Anne Katrin Figge - Fotolia.com.In einer aktuellen wissenschaftlichen Studie hat der Gesundheitsökonom Dr. Thomas Drabinski, Leiter des Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA), die Umsetzbarkeit einer „Gesundheitsprämie im Modell Zahnmedizin“ umfangreich untermauert. Das Kieler Institut hat im Auftrag des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) geprüft, ob und unter welchen Bedingungen die Einführung einer kleinen Gesundheitsprämie Zahnmedizin finanzierbar ist. „Es gibt keinen besseren Einstieg in eine einkommensunabhängige GKV-Finanzierung“, sagt der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Karl-Heinz Sundmacher.

Die Drabinski-Studie zeigt, dass in einem ersten Schritt der zahnmedizinische Leistungsbereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 12,5 Milliarden Euro vom prozentualen Beitrag abgekoppelt und durch eine tragbare Prämie finanziert werden kann. Jeder Erwachsene über 18 Jahre zahlt nach Berechnungen des IfMDA pro Monat eine Prämie in Höhe von 18,90 Euro. Um eine finanzielle Benachteiligung einkommensschwacher Personen zu verhindern, sieht das Konzept einen systeminternen sozialen Ausgleich vor. Der gewählte Studien-Ansatz hat den Vorteil, dass sich die Finanzierung der GKV vom konjunkturabhängigen Arbeitseinkommen und der Subventionierung durch Steuergelder löst. „Hier wird ein zukunftsfähiges Finanzierungsmodell mit einem bewährten Versorgungskonzept gekoppelt. Insgesamt bedeutet das mehr Nachhaltigkeit für alle Generationen, ohne Leistungsausschluss“, fasst Drabinski zusammen.

„Der Einstieg in eine Prämienfinanzierung über den Sektor Zahnmedizin hat wesentliche Vorteile gegenüber dem theoretischen Regierungsmodell einer Gesundheitskombi“, bekräftigt der FVDZ-Bundesvorsitzende die Ergebnisse der Studie. Der zahnmedizinische Leistungsbereich sei inhaltlich gut abgegrenzt und finanziell überschaubar. Sundmacher weiter: „Da die Patienten seit Jahrzehnten an Zuzahlungen zu zahnmedizinischen Leistungen gewöhnt sind, dürfte ein Beginn der Finanzierungsreform mit der Zahnmedizin für die Versicherten keine große Überraschung darstellen und auch keine unlösbaren Umstellungsprobleme mit sich bringen.“

Die Einführung der kleinen Gesundheitsprämie Zahnmedizin hätte laut Drabinski nebenbei für die Gesundheitspolitiker den Charme, dass durch diesen Schritt der für 2011 prognostizierte Fehlbetrag in der GKV von etwa 11 Milliarden Euro kompensiert und die Steuersubventionierung der GKV zurückgedreht werden könnte. Drabinski: „Die bisher vorgelegten Prämienvorschläge sind nicht nachhaltig, da sie auf immer weiter ansteigende Steuersubventionen angewiesen sind – und jeder Subventions-Euro wird mit 16 Cent Neuverschuldung erkauft.“
(zahnärztliche-patientenberatung, 03.07.2010, Quelle: FVDZ, Foto: © Anne Katrin Figge - Fotolia.com)

Weitere Information:
Zusammenfassung der Studie (Adobe Acrobat Reader Datei, 422 KB)

Hintergrundinformation zum „FVDZ“:
Der Freie Verband ist der größte unabhängige zahnärztliche Berufsverband in Deutschland, der vorrangig die beruflichen Interessen der Zahnärzte vertritt. Das Ziel des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte ist die Sicherstellung der freien Ausübung des zahnärztlichen Berufes. Seit seiner Gründung vertritt der Freie Verband auf Bundes- und Landesebene gegenüber Politikern und Parlament konsequent eine freiheitliche Gesundheitspolitik. Der Freie Verband setzt sich für die solidarische Finanzierung eines Kernbereichs der Zahnmedizin ein, nämlich die Untersuchung, Prävention und Therapie bei Kindern und Jugendlichen sowie die Behandlung der Folgen von Trauma, Tumor und genetisch bedingten Erkrankungen ein. Die Inanspruchnahme aller anderen Leistungen sollte in die Eigenverantwortung des Patienten übergeben werden.




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