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Wunderwaffe Ozon?

 

Kariesbeseitigung mit Ozon und ohne Bohrer – wirklich evidenzbasiert?Kariesbeseitigung ohne Bohrer.
Der Traum vieler leidgeprüften Patienten könnte sich erfüllen, glaubt man den Versprechungen mancher Dentisten oder den Werbebotschaften der Hersteller von Geräten, die mit Ozon die Karies bohrerfrei aus den Zähnen holen. Ozon, scheinbar eine wahre Wunderwaffe im Kampf an der Kariesfront.

Eine Wunderwaffe, die durch ein revolutionäres Verfahren in der Lage sein soll, innerhalb 20 Sekunden eine Beseitigung von 99,9% der kariesaktiven Keime berührungslos und schmerzfrei zu erzielen. Alles ohne Bohrer!
Denn während bisher bei Karies der Zahn mit dem Bohrer bearbeitet werden muss, wird bei der völlig schmerzfreien Ozontherapie das kariöse Zahnmaterial nicht entfernt sondern durch das Ozon keimfrei gemacht. Nach Abschluss der Ozon-Behandlung wird auf den Zahn eine spezielle  Flüssigkeit aufgetragen und der Zahn wieder dem Speichel zur Remineralisierung ausgesetzt. Klingt gut, aber wie sieht die Wirklichkeit aus?

Eine aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift " EvidenceBased Dentistry " kommt nach Auswertung vorliegender Daten in verschiedenen Datenbanken zu einem völlig anderen Ergebnis. "No reliable evidence that ozone gas stops or reverses tooth decay.", so dass ernüchternde Resümee. Verständlicher ausgedrückt: Die Analyse der Daten, gab kein positives, beweisgesichertes ("evidenzbasiertes") Bild für die Ozonbehandlung. Die ausgewerteten Studien zeigten inkonsistente, also nicht miteinander vereinbare  Effekte des Ozons auf Karies. Die hohe Schwankungsbreite der Ergebnisse und die fehlende Datenkonsistenz erlauben, so die Schlussfolgerung, keine verlässliche Aussage, dass die Verwendung von Ozon die Karies stoppt oder zurückgehen lässt. Die Autoren der Studie empfehlen daher vor der weiteren Anwendung von Ozon in der zahnärztlichen Praxis mehr Forschung zu betreiben, da die derzeitigen Ergebnisse nicht für einen routinemässigen Einsatz auseichen.
(agz-rnk, 15.10.2005, Quelle: Evidence-Based Dentistry (2005) 6, 34; Foto: DAK/Wigger)




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