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Die Angst vor dem Bohrer.

 

Fast jeder dritte Bundesbürger geht mit mulmigen Gefühl zum Zahnarzt.Dentalphobie und was man dagegen tun kann.
Fast jeder dritte Bundesbürger geht mit einem mulmigen Gefühl zum Zahnarzt. Elf Prozent der Deutschen haben sogar regelrechte Angst vor dem Termin. Das belegt eine Umfrage der DAK. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Während die einen bereits beim Anblick des Bohrers wieder Reißaus nehmen möchten, sind für die anderen das schrille Bohrergeräusch und die Vibration äußerst unangenehm. Viele bekommen auch weiche Knie, wenn sie die Betäubungsspritze sehen.

Die krankhafte Angst vor dem Zahnarztbesuch wird auch als Dentalphobie oder Oralophobie bezeichnet. Auf dem Zahnarztstuhl fängt das Herz plötzlich an zu rasen, der Patient zittert und schwitzt. Auch Übelkeit und Kreislaufkollaps sind keine Seltenheit. Die Folge: Zahnarzttermine werden immer wieder abgesagt oder gar nicht erst getroffen. Und schon beginnt der Teufelskreis: Die Zähne werden immer schlechter und die Betroffenen trauen sich aus Scham erst recht nicht mehr in die Praxis. Doch dagegen gibt es Hilfe.

Zunächst einmal ist es sinnvoll, einen Gesprächstermin mit dem Zahnarzt zu vereinbaren. Auf diese Weise wird Vertrauen aufgebaut. Machen Angst-Attacken die Behandlung völlig unmöglich, kann auch Hypnose helfen. Sie trägt zur Entspannung bei, ist aber kein Ersatz für eine Betäubung. Außerdem muss der Patient die Hypnose aus eigener Tasche bezahlen. Anders dagegen die Verhaltenstherapie. Die Krankenkasse übernimmt hierfür die Kosten - sofern die Hilfe von einem anerkannten Psychotherapeuten kommt. Bei dieser Therapieform lernt der Patient, bewusst mit seinen Ängsten umzugehen, um sie zu steuern und zu überwinden. Ängste und Phobien sind mit dieser Methode gut zu behandeln. Die Heilungschance liegt bei 80 Prozent.

Das vermeintlich "schwache" Geschlecht ist beim Zahnarztbesuch stärker. Denn, wenn es um einen Zahnarzt-Besuch geht, sind Frauen eigenen Aussagen zufolge zwar deutlich ängstlicher als Männer, es sind aber laut einer kanadischen Studie gerade die jungen, gesunden Männer, die in der Zahnarzt-Praxis oft ohnmächtig werden.
(agz-rnk, 29.07.2005, Foto: proDente e.V.)




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