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Im Arzneimittelbereich lagen die Ausgaben der Krankenkassen durch einen Rückgang um 9,5 Prozent je Mitglied rund 2,4 Mrd. Euro unter denen des Jahres 2003. Entscheidenden Anteil daran hatten nach Darstellung des Bundesgesundheitsministeriums (BMGS) der Herstellerabschlag für Arzneimittel ohne Festbetrag, deutliche Rückgänge bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im GKV-Markt sowie die höheren Zuzahlungen der Patienten. Rund 8,5 Prozent weniger als 2003 mussten die Kassen für Krankengeld ausgeben. Hier setzte sich der Trend aus den beiden Vorjahren fort. 2004 hatte der Krankenstand den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht und die Unternehmen laut BMGS um rund eine Milliarde Euro im Bereich der Lohnfortzahlung entlastet. Auch die Begrenzung der Verwaltungskosten bei den Krankenkassen hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Nachdem sie im Durchschnitt der letzten drei Jahre jeweils um rund vier Prozent angestiegen waren, liegt die durchschnittliche Veränderungsrate der Kassen jetzt trotz neuer organisatorischer Aufgaben bei nahezu Null - wenn auch mit unterschiedlichen Entwicklungen bei einzelnen Kassenarten. Das hat 2004 zu Einsparungen in Höhe von rund 300 Millionen Euro geführt. Auf der anderen Seite haben die Kassen nach Darstellung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt 2004 wieder deutlich mehr für Früherkennungsmaßnahmen ( + 22,8 Prozent) und Präventionsleistungen ausgegeben. Der Zuwachs von 6,3 Prozent bei den Ausgaben für soziale Dienste/Prävention sei insbesondere auf hohe Veränderungsraten bei Primärprävention und betrieblicher Gesundheitsförderung, bei der Selbsthilfeförderung sowie bei Schutzimpfungen zurückzuführen. GKV-Finanzentwicklung 2004 (Acrobat-Reader-Datei, 270 KB).
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