Zu früh geborene Kinder haben für verschiedene Erkrankungen ein erhöhtes Risiko - nicht aber für Karies, so eine britischen Untersuchung. Frühchen benötigen meist eine vermehrte medizinische Zuwendung. Was ihre Zahngesundheit betrifft, scheinen sie allerdings keinem zusätzlichen Risiko ausgeliefert zu sein.
Britische Forscher untersuchten den Einfluss von Ernährung, Stillen und Entwöhnung auf das Karies-Risiko frühgeborener sowie normalgewichtiger Kinder und konnten keine wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Gruppen feststellen. Früh-/Mangelgeburten hatten sogar etwas weniger kariöse Zähne als normalgewichtige Kinder. Allerdings: Zwischen der Früh-/Mangelgeburtlichkeit und den Ernährungsgewohnheiten konnten Differenzen festgestellt werden. Ein deutlich größerer Anteil der zu früh geborenen Kinder wurde mit der Flasche ernährt, und dies auch über einen längeren Zeitraum. Diese Kinder nahmen auch eine höhere Anzahl zuckerhaltiger Zwischenmahlzeiten über den Tag ein.
Untersucht wurden 100 Kinder aus dem Londoner East End, 62 mit normalem Geburtsgewicht und 38 Frühgeburten. Mittels eines Fragebogens wurden demographische und medizinische Daten sowie Informationen zur Ernährung gesammelt. (agz-rnk, 19.02.2005, Quelle: International Journal of Paediartic Dentistry)
|