Der Kreis Unna erweitert in Kooperation mit der Verbraucher-Zentrale sein zahnmedizinisches Serviceangebote. Die erfolgreich angenomme anbieterneutrale Sprechstunde wird ergänzt um eine Rechtsberatung auch in Kamen. Wer Ärger mit seinem Zahnarzt hat, weil der Kostenvoranschlag von der Endabrechnung abweicht, der Zahnersatz nicht passt und auch Nachbesserungen nicht helfen, der erhält nun fachkundigen Beistand - und das sogar kostenlos. "Damit bieten wir nun alles an Beratung in diesem Bereich, was es geben kann", freute sich Kreis-Gesundheitsdezernentin Gabriele Warminski-Leitheußer. In NRW biete der Kreis als erstes dieses Angebot nach einem Vorbild aus Heidelberg an.
Die Verunsicherung unter den Patienten sei groß, seitdem der Zahnersatz seit Jahresbeginn nicht mehr prozentual (bis zu 65 Prozent) von der Krankenkasse übernommen werde, sondern es einen Festbetrag gemessen an der Regelversorgung gebe. Einerseits bringe dies dem Patienten "mehr Geld, um sich eine bessere Versorgung erkaufen zu können", anderseit unterlägen die Zahnärzte "der Versuchung, den Patienten mehr Leistung anzudienen, dessen Sinnhaftigkeit die Betroffenen gar nicht einschätzen können." Als "tollen Ansatz" bezeichnete Schuldzinski, dass die Bürger vom Kreis Unna eine unabhängige Meinung einholen könnten - und bei Problemen nun auch eine Rechtsberatung erhalten. Dazu steht die Fachanwältin für Sozialrecht, Elisabeth Beckmann-Kösters, 14tägig montags in den Verbraucherzen-tralen Kamen und Lünen zur Verfügung. Für ein Gespräch ist ein Berechtigungsschein vom Kreis erforderlich (Tel: 02303 / 27 53 53). Warminski-Leitheußer will dafür kämpfen, dass die Finanzierung über das Jahresende hinaus gesichert werde. (Quelle: Westfälische Rundschau vom 04.02.2005, Bild: DAK)
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