Durch umfangreiche Vorsorgemaßnahmen, die deutlich gemacht haben, wie wichtig das häufige und richtige Zähneputzen ist, konnte ein deutlicher Kariesrückgang bei Kindern und Jugendlichen erreicht werden. Dass dies nicht nur für Deutschland gilt, kann Zahnarzt Bodo Klemme von der Universitätszahnklinik Heidelberg bestätigen. Vergleichend untersuchte er 12jährige in Heidelberg und Montpellier (Frankreich) auf ihre Zahngesundheit und trug die Ergebnisse auf der 11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde GDK jetzt in Mainz vor. Die zahnärztlichen Untersuchungen fanden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit, die die Kindergärten und Schulen in der Stadt Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis betreut, statt.
Sowohl die deutschen als auch die französischen Kinder haben erfreulich wenig Karies, wobei die deutschen Kinder besser abschneiden. Sie putzen nämlich ihre Zähne häufiger und gehen öfter zur Routinekontrolle beim Zahnarzt, als ihre französischen Altersgenossen. Das kommt ihnen nicht nur bei der Karies zugute. Gleichzeitig nämlich nahm Dr. Klemme auch das Auftreten von Zahnfleischentzündungen, auch Gingivitis genannt, unter die Lupe. Diese Erkrankung wurde bisher bei Kindern und Jugendlichen nicht systematisch erfasst. Ein Versäumnis, wie die Vergleichsuntersuchung ergab, hatten doch nicht wenige der Schüler bereits Zahnstein und Zahnfleischentzündungen. Unbehandelt können sich daraus leicht Erkrankungen des Zahnbetts ergeben, die langfristig nicht selten zum Verlust eines Zahnes führen. Das gehäufte Auftreten von Gingivitis bereits bei 12jährigen sollte Grund genug sein, über Mundhygiene aufzuklären und zum Zähneputzen anzuleiten. (agz-rnk, 15.01.2005)
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