Die ab kommendem Jahr für alle gesetzlich Versicherten notwendige Zahnersatz-Zusatzversicherung wird nach ersten Berechnungen der Barmer Ersatzkasse etwa 6,70 Euro pro Monat kosten. Damit liegt der Preis am unteren Rand der bisherigen Schätzungen.
Eine Unsicherheit bleibt allerdings: Wenn die gesetzlichen Krankenkassen die Beiträge von Rentnern, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern selbst einziehen müssen entstehen zusätzliche Verwaltungskosten von 250 Millionen Euro. Genau das sieht aber der Gesetzgeber vor. Daher fordert Fiedler, Vorsitzender der Barmer-Ersatzkasse, Änderungen der Reformgesetze. Bei gesetzlich Krankenversicherten zieht der Arbeitgeber die Beiträge vom Gehalt ab und leitet sie direkt an die Krankenkassen weiter.
Wer anstelle der Zahnersatz-Zusatzversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse eine private Zusatzversicherung will, muss sich selbst darum kümmern. "Noch ist kein Vergleich zwischen allen gesetzlichen und privaten Angeboten möglich", sagte Fiedler und warnt vor voreiligen Vertragsabschlüssen. Gewinner der Reform sind laut Fiedler Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger und die Bundesagentur für Arbeit, die gemeinsam um etwa zwei Milliarden Euro jährlich entlastet würden. (agz, 12.08.2004, Quellen: Reuters, AFP, Bild: AOK)
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