Preise vergleichen und Kosten sparen: Was für viele beim Einkaufen ganz selbstverständlich ist, gehört jetzt auch beim Arztbesuch dazu. Die Reform im Gesundheitswesen fordert den mündigen Patienten, der mit seinem Arzt selbstbewusst über Preis und Leistung bei rezeptpflichtigen Medikamenten spricht. Diesen Trend belegt eine Studie der ratiopharm - einem Hersteller von Generika, also von preiswerten Alternativen teurer Markenpräparate.
Demnach zeigen zwei von drei Patienten keine Scheu davor, ihren Arzt oder Apotheker künftig nach preisgünstigen Medikamenten zu fragen. Besonders Jüngere und höher Gebildete wollen auf diese Weise ihr Budget für Gesundheitsausgaben schonen. Laut Sozialpsychologe Dr. Dieter Korczak zeigt die Studie, dass Menschen mehr Eigenverantwortung übernehmen - "zum einen durch gesundheitsbewusstere Lebensweisen, zum anderen durch kostenbewussteres Verhalten."
Das neue Selbstbewusstsein lohnt sich: Die Regelungen zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung bringen erhöhte Zuzahlungen bei Medikamenten. Umso teurer ein Präparat ist, desto mehr muss der Versicherte zuzahlen. Wer bei der Verschreibung nach kostengünstigen Alternativen mit gleicher Wirkung fragt, spart bis zu fünf Euro pro Rezept! (agz, 24.07.2004, Quelle: djd/pt)
|