Die Fissurenversiegelung eignet sich entgegen der bisherigen Aussagen wahrscheinlich nicht als das Mittel der Wahl zur generellen Kariesprophylaxe. Diese Aussage ist jetzt das Ergebnis einer Studie, die Christine Heyduck, Universität Greifswald, im Rahmen ihrer Dissertation gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Splieth, Kiel, durchgeführt hatte.
In einer dreijährigen Untersuchung an über 400 Schulkindern im Alter von 12 bis 15 Jahren stellte Heyduck fest, dass die Versiegelung nur bei Kindern mit eher geringem Kariesrisiko einen echten Vorteil innerhalb von drei Jahren im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Versiegelung brachte. Dagegen reduzierte eine Versiegelung bei Kindern mit hohem Kariesvorkommen und schlechter Mundhygiene nicht erkennbar das Kariesrisiko. Diese Untersuchung wurde mit dem Wrigley-Prophylaxepreis ausgezeichnet, der der Autorin anlässlich der DGZ-Tagung in Wuppertal verleihen wurde. (agz, 24.07.2004, Quelle: DGK)
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