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Zigaretten zerstören Enzyme im Speichel

 

Allein in Großbritannien erkranken jährlich fast 8.000 Menschen an Krebserkrankungen im Mundraum wie etwa Nase, Mund, Lippen, Rachen, Kehlkopf, Mandeln und Zahnfleisch. 3.000 Menschen sterben jährlich daran. Die Hauptverursacher dieser Krebserkrankungen sind Zigaretten-, Zigarren- und Pfeifenrauch sowie erhöhter Alkoholkonsum.

Speichel enthält wichtige Substanzen, die den Körper vor Infektionen und auch Krebs schützen. Tabakrauch zerstört die schützenden Zellen und lässt krebserzeugende Substanzen aus dem Rauch ungehindert wirken. Das israelische Forscherteam vom Technion-Israel Institute of Technology in Haifa hat die Effekte von Zigarettenrauch auf die Krebszellen im Mundraum untersucht. Je länger die Zellen im Mundraum dem kontaminierten Speichel ausgesetzt waren, desto mehr Zellen wurden zerstört. Studienleiter Rafi Nagler meinte dazu, dass es schockierend sei, dass die Mischung aus Speichel und Rauch mehr Zellen im Mundraum tötet als Zigarettenrauch allein. "Erstaunlich war, dass der schützende Effekt des Speichels sich dazu umkehrt, um noch größere Zerstörungen anzurichten", so Nagler.

Nach einer soeben veröffentlichten Studie des Journal of the National Cancer Institute leben aber auch Pfeifenraucher gefährlich. Eine Analyse von Gesundheitsdaten von über 15.000 Pfeifenrauchern ergab, dass auch der Genuss von Pfeifentabak zu erhöhten Risiken an Krebs und Herzinfarkten zu erkranken führen kann. Bisher gab es kaum Studien über die negativen Auswirkungen bei Pfeifenrauchern. Hingegen waren die Risken bei Zigaretten- und Zigarrenrauchern wesentlich genauer untersucht worden. Die American Cancer Society kommt zum Schluss, dass das Pfeifenrauchen zwar wesentlich ungefährlicher ist als das Zigarettenrauchen, da der Rauch nicht in die Lunge inhaliert wird. Dennoch gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass verschiedene Krebsarten unter Pfeifenrauchern vermehrt auftraten. Diese waren Krebserkrankungen an der Bauchspeicheldrüse, dem Dickdarm, der Speiseröhre, dem Kehlkopf sowie dem Mundrachenraum.
(agz, 17.07.2004, Quelle: pte)




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