Zahnverlust in der Schwangerschaft ist kein unabwendbares Schicksal. Wenn Frauen in der Schwangerschaft ihren Zähnen ganz besondere Aufmerksamkeit angedeihen lassen und regelmäßig den Zahnarzt besuchen, können sie sich auch über die Geburt ihres Kindes hinaus gesunder Zähne erfreuen, berichtet der Informationskreis Mundhygiene und Ernährung (IME) in Frankfurt/Main.
Viele Schwangere leiden nach Angaben der Experten unter empfindlichem, leicht blutenden Zahnfleisch. Der Grund: Durch die Schwangerschaftshormone wird die Mundschleimhaut stärker durchblutet und das Gewebe lockert sich auf. Bakterien, die auf dem Zahnfleisch und besonders zwischen den Zähnen sitzen, haben so leichtes Spiel und können Zahnbettreizungen auslösen oder verstärken. Deshalb sollten Schwangere ihre Zähne und ihr Zahnfleisch besonders intensiv pflegen. Hilfreich sind weiche Zahnbürsten mit flachem Bürstenfeld. Für die Zahnzwischenräume empfehlen die Experten die tägliche Anwendung von Zahnseide oder von speziellen Bürsten. Ratsam ist generell die Spülung mit einem milden Mundwasser. Schwangerschaftshormone verändern auch die Zusammensetzung des Speichels und seine Fließeigenschaft. Dadurch sind die Zähne eher kariesgefährdet. Viele Frauen erbrechen vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten häufig. Die Magensäure kann dem Zahnschmelz zusetzen. Hier hilft die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta. (agz, 05.06.2004)
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