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Karies durch Apfelsaftschorle

 

Auf dem Spielplatz, im Auto oder im Buggy: Die Flasche mit der Apfelsaftschorle hat ihren festen Platz im Leben der meisten Kleinkinder. Ökosaft ohne Zuckerzusatz, vermischt mit Mineralwasser - das halten viele Eltern für einen besonders gesunden Durstlöscher. Doch der erste Zahnarztbesuch endet häufig mit einem Schock: Karies in den Milchzähnen.

Apfelsaft "ohne Zuckerzusatz" enthält zwar keinen Haushaltszucker - aber Kariesbakterien mögen auch Fruchtzucker. Sie verarbeiten ihn zu Säure, die den schützenden Zahnschmelz aufweicht. Hinzu kommt die Säure des Saftes: Sie schädigt den Zahnschmelz ebenfalls, in dem sie den ph-Wert im Speichel senkt. Und: Die Verdünnung mit Wasser, also die Apfelsaftschorle, ist kaum zahnfreundlicher als Apfelsaft pur. Mainzer Wissenschaftler haben festgestellt, dass beide Varianten Milchzähne in gleichem Maße angreifen - selbst bei einem Mischungsverhältnis von zwei Teilen Wasser und einem Teil Apfelsaft. Nur Mineralwasser pur erhöht den ph-Wert des Speichels und macht Karius und Baktus so das Leben schwer.

Ausschlaggebend für das Kariesrisiko ist jedoch nicht nur, was Kinder trinken, sondern auch wie oft. Dauernuckeln an der Trinkflasche greift vor allem die Schneidezähne an. Kinder, die über den Tag verteilt häufig am Apfelsaftglas nippen, neigen eher zu großflächigem Kariesbefall im ganzen Mund.
(agz, 22.05.2004, Quelle: DAK)




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