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In den Zahnarztpraxen wird bei den Kontrollterminen zunehmend eine in den USA entwickelte Messmethode eingesetzt, um den Zustand des Zahnfleisches zu bewerten: der Parodontale Screening Index (PSI). Das Gebiss wird dabei in sechs verschiedene Abschnitte eingeteilt. Jeder einzelne Bereich wird Zahn für Zahn mit einer speziellen Sonde untersucht. Der Zahnarzt führt sie vorsichtig zwischen Zahn und Zahnfleisch ein und tastet um den gesamten Zahn. An bis zu sechs Positionen pro Zahn wird ein Befund über die Blutungsneigung des Zahnfleisches, die Tiefe der Zahnfleischtaschen und die rauen Stellen an der Zahnoberfläche erhoben. Jeder Zahn wird mit Werten zwischen null und vier beurteilt. Für jeden Abschnitt protokolliert der Zahnarzt den höchsten Wert. Ist für alle Bereiche der Code 0 eingetragen, ist das Zahnfleisch gesund. Ein- oder mehrmals Code 1 und/oder Code 2 weisen auf eine Zahnfleischentzündung hin. Der Zahnarzt und sein Team werden Zahnbelag und Zahnstein entfernen und den Patienten Tipps zur verbesserten Mundhygiene geben. Ist Code 3 notiert, liegt eine mittelschwere Parodontitis vor, die weiter gehende Untersuchungen erfordert. Code 4 zeigt eine schwere Parodontitis an. Auch hier gilt: Weitere Untersuchungen vor der Behandlung. Das Screening dauert nur wenige Minuten und ist kaum zu spüren. Die Informationsstelle der Pfälzischen Zahnärzte betont, dass das Screening zu den präventiven und diagnostischen Leistungen gehört, die von der Praxisgebühr befreit sind, wenn der PSI im Zusammenhang mit einer Vorsorgeuntersuchung durchgeführt wird. PSI - Patientenratgeber |
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